Matthias Ehrlich, Geschäftsführer der United Internet Media AG, schätzt, dass höchstens fünf Prozent der Online-Nutzer für Datenschutzfragen sensibilisiert sind (Heise in dieser Meldung..).
Ich gehe davon aus, dass sich der Großteil der Nutzer nicht vorstellen kann, in welchem Ausmass das Profiling von Kommunikations- und Aktivitätsmustern im Internet bereits fortgeschritten ist und welche Bedeutung in den Unternehmen dem Targeted Advertising als Weg zu neuen Kunden zukommt.
Die gewünschte Sicherheit und die akzeptierte Unbequemlichkeit durch Schutzmechanismen stehen sich zudem allzuoft in einem Spannungsfeld gegenüber. So senden nach wie vor die meisten Privatpersonen und Unternehmen ihre E-Mails unverschlüsselt über das Netz, obwohl sie sich der Mitlesemöglichkeit an den Netzknoten bewusst sind. Der Einsatz von Kryptografie-Software erscheint eben angesichts der geringen gefühlten Bedrohung einfach als zu aufwändig.
Das Sicherheits- und Datenschutzbedürfnis muss immer individuell betrachtet und berücksichtigt werden. Mit einfachen Massnahmen lässt sich aber bereits ein gutes Schutzniveau ohne großen Komfortverlust in der Anwendung realisieren:
- Wahl der richtigen E-Mail-Adresse (manche haben mehr Spam- oder Targeting-Gefahr als andere),
- Wahl guter Nutzer- und Computernamen,
- Automatische Behandlung von Cookies im Webbrowser,
- Blockierung ungewollter Programm-Ausführungen,
- Sichere Speicherung von Passworten und Zugangsdaten,
- Sichere Löschung von Speichermedien und Nutzungsdaten,
- etc.
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